Ärztlich geprüfte Aromafachberaterin

Es ist vollbracht. Nachdem mich die wundervollen doTERRA-Öle nun schon einige Jahre begleiten und in meinem Umfeld unzählige positive Erlebnisse mit sich bringen, war letztes Jahr ein Wunsch in mir vorhanden, mich tiefer mit der Materie (Aromatherapie & Aromapflege) zu befassen. Eigene Erfahrungen weiter zu geben ist eine sehr hilfreiche Sache – auf fundiertes Wissen zurückzugreifen, gezielt und kontrolliert helfen zu können eine andere. Ich wollte beides nicht missen. Es gibt zahlreiche Aus- und Weiterbildungen, doch welche sollte für mich die Richtige sein?

Mir persönlich waren zwei Kriterien sehr wichtig: Erstens – die Unabhängigkeit und Neutralität (kein gesponserter Ausbilder/kein gesponsertes Institut, der/welches nur eine Öle-Firma vertritt,… da wäre ja Graz für mich näher gewesen 😉 ) und zweites – eine umfangreiche und trotzdem schlanke Ausbildung, die auf meine Wünsche zugeschnitten ist. Beide Faktoren haben mich zum Refugium von Fr. Dr. C. Greger-Arnhof (Oberärztin Hanuschkrankenhaus, Spezialausbildung zur Schmerztherapeutin, Mitglied der wissenschaftlichen Gesellschaft für Aromatherapie uvm.) geführt, wo ich all das in einer Intensiv-Ausbildung lernen durfte, was für die gelebte Praxis von größter Wichtigkeit ist und auch die schulmedizinischen Aspekte der Aromatherapie einschließt.

Was soll ich sagen…., die größte Herausforderung für mich war definitiv das Prüfungsgeschehen. Dass ich auch mit knapp 40 noch lernen kann, war ja klar. Wer seine Gehirnzellen auf Trab hält kann bis ins hohe Alter lernen. Daran sollte es nicht liegen. Nur waren für mich zwei Hürden zu nehmen, die in sich verschmolzen ganz schön an meinem Nervengerüst zerrten. Da war noch mein ehemaliger Mathematik-Lehrer der Hauptschule in meinem Hinterkopf. Hinter mir stehend, mit verschränkten Armen und hochgezogener Augenbraue hinter seinen runden John-Lennon-Brillen und einem Gesichtsausdruck, den ich als 12-jährige Schülerin wohl ewig im Gedächtnis behalten sollte. Und dann dieser eine Satz, der sich während der Schularbeit in mein Hirnkasterl eingebrannt hat:“… du schaffst das eh nicht.“
Ich brauch hier wohl kaum schreiben, durch welches Fach ich mich in der Hauptschule am meisten quälen musste und dass alles mit Zahlen, Mathematik und Ähnlichem sich für mich wie ein unüberwindbares Hindernis anfühlt. Dieses Gefühl garniert mit dem Satz, der sich schmerzvoll eingebrannt hat wie das Brandzeichen auf dem Fell einer Kuh begleitete mich bis zum jetzigen Tag. Und die zweite Hürde – nicht minder schwer für mich – die Prüfung vor einem Schulmediziner abzulegen.

Durch meine Krankheit im Jahr 1998 und den darauffolgenden schockierenden Erlebnissen, die ich während meiner Aufenthalte im LKH hier im Bezirk und auf der Neuro in der Landeshauptstadt machen durfte war mein Verhältnis zu Schulmedizinern gelinde gesagt sehr differenziert. Nur durch eigene Willenskraft, gezielten Trainingsplan (um die halbseitigen Lähmungen wieder in Griff zu bekommen) und weg von den vielen bunten Tabletten, die ich ja angeblich alle bis zu meinem Lebensende unbedingt brauchen würde habe ich den passenden Weg für mich gefunden. In dieser Zeit fand ich auch den Zugang zur Homöopathie und vielen anderen sehr hilfreichen und wirkungsvollen Methoden, die mir lange Zeit ausgezeichnet geholfen haben. Ein sehr intensiver Lernprozess hatte für mich begonnen. Vor einigen Jahren, als ich dringend Hilfe benötigte, war ich froh meine ehemalige Schulkollegin und Freundin Astrid wieder zu sehen. Sie war mittlerweile eine erfolgreiche und sehr gefragte praktische Ärztin mit Spezialisierung auf die TCM. Sie hat mich in dieser Zeit nach der TCM behandelt und mir meine Angst und meine massiv ablehnende Haltung gegen Schulmediziner genommen. Dies war vermutlich auch die Basis, warum ich mich überhaupt der Herausforderung gestellt habe, eine Ausbildung anzugehen, die mit einer Prüfung durch einen aktiven Schulmediziner beschlossen wird. Hier muss ich jedoch auch anmerken, dass die Prüfung nicht verpflichtend für Kursteilnehmer ist, sondern jeder für sich entscheiden kann, ob er sich dem stellt oder nicht.

Und am Freitag, dem 13. (für mich definitiv eine Glückzahl, denn meine beiden Mädels sind an einem 13. zur Welt gekommen) Jänner 2017 habe ich mich meinen Ängsten, meiner Unsicherheit, meiner inneren Prüfung gestellt. Ja und der Prüfung zum ärztlich geprüften Aromafachberater natürlich auch 😉

Soll ich dir was verraten? Ich bin mächtig STOLZ auf MICH 🙂

…, dass ich es gewagt habe 🙂

Was ich dir auf deinem Weg mitgeben möchte ist, glaub einfach an dich. Lass die Schatten der Vergangenheit hinter dir. Sprich offen mit vertrauten Menschen über deine Ängste – sie werden dir helfen, diese Ängste zu schmälern. Und mit dem richtigen Duft kannst du deine Erinnerungen neu konditionieren. Bei mir hat es funktioniert und bei dir klappt es auch!

An dieser Stelle möchte ich mich auch bei meinen Kolleginnen Anita Palz & Alexandra Gössinger für die mentale Unterstützung, für die unzähligen Zeilen, die Geduld, das gemeinsame Lernen, Fiebern und Lachen und für die unermüdliche Zuversicht bedanken! Ihr zwei seid richtige Goldstücke und ich gratuliere euch zu euren Auszeichnungen!

Lasst uns alle die Welt ein wenig dufter machen 🙂

Herzlichst,

Claudia

7 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Das is echt super Herzlichen Glückwunsch!!!
    Ich finde es toll, sich immer weiterzubilden. Deine Berichte sind klasse und ich freu mich immer wieder aufs Neue, darin zu studern
    Lg Carmen

  2. super claudia, hab diese ausbildung auch – war eine herausforderung für mich (bin aus gewissen gründen deiner meinung bzgl ärzten)

Ich freue mich über deinen Kommentar.

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