2018 nähert sich in großen Schritten dem Ende. Der heutige Tag wurde mit einem feuerroten Himmel eingeläutet. Die Wiesen und Felder sind in zartes Glitzern gehüllt. Es ist kalt. Stille liegt in der Luft. Keine schreiende Schulkinder, keine Autobusse und keine Menschenmengen sind zu vernehmen.

Der frisch gebrühte Kaffee duftet und zieht sich durch die Küche bis in mein Büro. Ein Glas abgekochtes Ayurveda-Wasser steht auf meinem mehr oder minder aufgeräumten Schreibtisch.

Die Salz-Lampe auf der daneben liegenden Fensterbank hüllt meinen Sitzplatz in ein warmes, angenehmes Licht. Meine Finger liegen entspannt auf der Tastatur und warten auf Impulse, um das Erlebte von 2018 auf das virtuelle Papier zu bringen.

So blumig und hübsch ausgeschmückt dieser Blog beginnt, so richtig beschissen (sorry für die doch sehr treffende Wortwahl) hat 2017 geendet und 2018 begonnen.

Was so geschehen ist

Den Jänner 2018 habe ich mehr auf allen Vieren verbracht als mir lieb war. Gequält von unerträglichen Schmerzen im Rücken und angeschlagen vom Verlust liebgewonnener Menschen begann 2018 wirklich mehr als bescheiden. An dieser Stelle möchte ich mich bei Dr. Erwin Neumeister (LKH Radkersburg) fürs Erkennen der Problematik und der Praxis Noah in Gnas – insbesondere Christoph Tandl für die Hilfe in der Akutphase bedanken.

Meinen Yogis & Klienten gilt ebenso ein besonderer Dank, denn ihr habt geduldig Terminverschiebungen und Absagen in Kauf genommen, damit ich mich erholen konnte. Danke!

Mitte Februar ging es wieder halbwegs bergauf. Ich funktionierte einfach. In kleinen Schritten bewegte ich mich in Richtung Genesung. Es waren jedoch wirklich Mini-Schritte…

Im Februar war ich zum dritten Mal Teil des AromaDays in Bad Fischau und durfte dort eines meiner lustigsten Themen zum Besten geben. Ich hatte selber riesen Spaß beim Thema „Liebe, Lust & Leidenschaft“. Die positive Energie dieses Wochenendes hat mir sehr geholfen, wieder auf die Beine zu kommen – im wahrsten Sinne des Wortes.

Foto by Klaus Pribernig : www.bilder.co.at
Unzertrennliches Dreier-Gespann

Im März packte ich meine Turnschuhe ein und hatte ein Probetraining im OneBody in Feldbach. Doch es mussten noch einige Tränen vergossen, viele Schmerzen ertragen werden und etwas Zeit vergehen, dass ich das spezielle Training richtig in Angriff nehmen sollte.

Weiterbildungen

Im April tauchte ich in die Welt der Psychologie ein und lernte, wie ein emotionales Ungleichgewicht durch Intervention ätherischer Öle optimal ausgeglichen werden kann. Dieses neu erworbene Wissen sollte mich im Folgemonat stetig begleiten. Ebenso im April starteten weitere Klassen in unserer hiesigen NMS mit dem Projekt „duftes Klassenzimmer“.

Der Monat Mai galt nur mir. Die Reha in Perchtoldsdorf hat mir Zeit und Möglichkeiten gegeben, mich auf mich alleine zu konzentrieren. Anfangs war das ein großes Problem für mich – stellte ich mich mit meinen Bedürfnissen als Mutter, Ehefrau, Schwester, Tochter, Arbeitskollegin, Teamleader doch immer hinten an. Alle anderen zuerst und dann erst ich.

Mein Rücken – mein Freund!

Aus heutiger Sicht denke ich, dass mir mein Rücken ein mehr als eindeutiges Zeichen gegeben hat. Wie meine Bandscheiben war ich eingeklemmt bzw. war in Konflikt mit dem Druck, aber ich habe nichts getan, die Situation zu ändern. Selbstkritik und eine strenge Haltung mir selbst gegenüber waren wir eine Bombe. Ständig habe ich meine eigenen Grenzen überschritten und mich selbst überfordert. Wollte immer mehr und mehr von mir selbst.

Ich bekam eine hervorragende „Lehrerin“ an meine Seite gestellt bzw. gesetzt. Barbara aus Oberösterreich. Meine Tischnachbarin. Kindergärtnerin mit einem überstandenen Burn-out. Mit ihren direkten Ansagen und Fragen hat sie mich nicht nur einmal verblüfft mitten auf dem Gehsteig stehen lassen und zum Weinen gebracht. Sie hat mir definitiv die Augen geöffnet und ich danke ihr von Herzen, dass sie in dieser doch sehr schwierigen Zeit an meiner Seite war.

let it be

“Loslassen. Let it be. Shit happens. Na und? Schau auf dich. Stell dich an erste Stelle. Lass die anderen spinnen. Du musst nicht everybody‘s darling sein. Was macht dir Spaß? Warum machst du das (beruflich, privat…). Was bringt es dir? Macht es dich glücklich? Erfüllt es dich?” … Fragen!

Hast du ein Gefühl, wie schlimm das ist, wenn du keine Antwort da drauf hast? Wenn du so im Strudel des Alltags bist, vom Strom mitgerissen wirst und keine Chance hast ein Ufer zu erreichen?

Es waren Wochen (vier an der Zahl), die nicht nur auf körperlicher Ebene sehr hilfreich und nachhaltig waren sondern auch auf seelischer und emotionaler Ebene gewaltige Änderungen herbeiführten. Ja, ich habe selber sehr viel an mir gearbeitet. Eine Reha kann dich nur unterstützen – deine Genesung kann nur erfolgen, wenn du selber das Steuerrad in die Hand nimmst und aktiv wirst – in allen Belangen!

Elisabeth – meine Herzensschwester

Ein weiterer Mensch war in diesen Wochen an meiner Seite und hat mir neue Perspektiven eröffnet. Ohne diese Perspektiven würde ich diesen Blogartikel heute nicht mehr schreiben, denn diese Seite und all meine Blogartikel – mein Herzenswerk – wäre Geschichte gewesen. Ja, ich war mit allem überfordert. Elisabeth Buttura – nicht NUR „eine Öle-Kollegin“ – sondern ein Herzensmensch für mich, dem ich 100% vertraue und die genau weiß, welche Knöpfe bei mir zu drücken sind.

Liebe Elisabeth – ich kann mich gar nicht oft genug bei dir bedanken für deine selbstlose Unterstützung!

Blick hinter die Kulissen

Viele da draußen glauben, dass ich hauptberuflich blogge und damit mein Geld verdiene. Aber dem ist nicht so. Ich habe einen Halbtagsjob als Assistentin in einer Handelsagentur. Gehe – wie viele andere auch – morgens aus dem Haus um mittags nach Hause zurück zu kehren, zu kochen, zu putzen, zu bügeln, zu waschen, den Hund zu versorgen und einkaufen zu gehen.

Nachmittags bin ich als Energetikerin für meine Klienten da, abends als Yogalehrerin in meinen Kursen aktiv. Dazwischen finde ich noch immer Zeit für meine Öle-Freunde mit Rat & Tat, Workshops, Stammtischen, Öle-Vorträgen und Webinaren da zu sein – und JA – ich liebe das! Und ja… ich bin Mama, Ehefrau, Schwester, Freundin, Hundemama …

Blogartikel & die Zeit dafür

Blogartikel nehmen schon mal einige Stunden in Anspruch. Vier bis 5 Stunden können da schon vergehen. Verdienen tu ich damit nichts. Es ist eine Leidenschaft von mir … und diese Leidenschaft hat mir Lebenszeit gekostet. Das war alles zu viel für mich! Darum habe ich ab Mai 2018 auch die wöchentlichen Blogs eingestellt.

Im Juni kehrte ich in mein Alltagsleben zurück. Ständig musste ich aufpassen nicht in alte Muster zu verfallen. Und das war bei Gott nicht einfach. Es ist eine tägliche Herausforderung für mich. Um die Rückkehr gebührend zu feiern haben wir ein herrliches Wochenende in meinem geliebten Dalmatien verbracht. Kitschige Sonnenuntergänge, der Duft des Meeres, das beruhigende Rauschen, die wärmende Sonne – ich liebe es! Kroatien ist meine Ladestation.

Aufgetankt und voller Energie präsentierte ich die Yoga-Öle auf dem 4. AromaDay auf meine ganz spezielle Art und Weise.

Ein weiteres Highlight im Juni war das alljährliche Biedermeierfest, wo diesmal unsere Mini im Festtagsgewand ihren Spaß hatte.

Und so wie der Juni am Meer begonnen hatte, so endete er auch wieder dort 😉

Der Juni war allerdings auch jener Monat, der mir gezeigt hat, dass meine Entscheidungen, welche getroffen hatte, die richtigen waren. Mit unglaublicher Unterstützung von Elisabeth (meine SiSi) & Gabriela (unserer Öle-Obermami, wie wir sie liebevoll nennen) habe ich einen Meilenstein setzen können und „Silber“ erreicht. Freundschaft heißt so, weil man mit Freunden alles schafft! 😉

Öle-Freunde wissen, welche Bedeutung dies hat. Wenn ich bedenke, dass ich im Mai komplett weg vom Fenster war – in allen Belangen – dann war dies (Silber) im Nachhinein ein richtungsweisendes Zeichen für mich!

Elisabeth : Claudia & Claudia

Der Juli und August standen ganz im Zeichen von Sommer, Sonne, Spaß, Familie, Ferienspaß und Öle-Meetings. Schwammerl suchen & die Ruhe genießen auf der Meili-Alm in Kärnten, wo es definitiv den besten Kaiserschmarrn gibt. Wandern, Tennis spielen, Baden und einfach auch mal nichts tun.

Feiern, Feste, Tanz & Spaß!

Onebody & Manuel

Im August habe ich dann Nägel mit Köpfen gemacht und mit Manuel Lah von ONEBODY in Feldbach einen perfekten Mentor und Trainer für meinen geschwächten Körper gefunden. Das war auch der Startschuss für ein neues ICH. Ich war endlich soweit mir Zeit für mich zu nehmen. Fixzeiten. Wo es nichts anderes gibt als mich und die Arbeit an meinen Schwachstellen. Und glaub mir, da gab es einige!

Aber du bist doch Yogalehrer“…. Ja, das bin ich. Ein YIN-lastiger Yogalehrer. Und Mensch. Und Menschen machen Fehler. So auch ich. Und ja, daraus darf ich lernen 😉 Und nein, ich schäme mich nicht dafür und nehme es an, wie es ist.

Meine Yogakurse „VenusYoga & Hormone“ sowie „Gesundheitsyoga“ – sind sehr ruhige, langsame, intensive Kurse – genau so, wie es meine Yogis wollen, die zu mir kommen. Loslassen, entspannen, runterkommen, sich spüren. Was mir definitiv fehlt ist der YANG Aspekt.

Das aktive Prinzip. Stärke, Aktivität, kraftvolle Kontraktion. Und wenn Yin & Yang im Ungleichgewicht sind, dann gibt’s dauerhaftes Unwohlsein, Unzufriedenheit und chronische Symptome. Dem wirke ich nun mit aktivem Training entgegen und gleiche somit beide Polaritäten aus. UND es tut mir soooo gut!

Kroatien – meine Liebe!

Ende August sind wir wieder ans Meer um den Sommer zu verlängern. Wir haben am Meer die Geburtstage meiner Eltern gefeiert. Mit dem Boot haben wir von Veli Losinj bis zu den Kornati in den schönsten und stillsten Buchten geankert, Delphine beobachtet und das süße Leben genossen um voller Lebensfreude und Energie Anfang September in den Alltag zurück zu kehren.

Im September stand eine weitere Fortbildung im Bereich der ätherischen Öle auf meiner Agenda. Meine beiden Yogakurse in Bad Gleichenberg und Trautmannsdorf starteten.

Im Oktober kam ein weiterer Yoga-Kurs an der FH Joanneum Bad Gleichenberg dazu – und der ist YANG-lastig, da er morgens stattfindet. An alle meine FH-Yogis da draußen:

Das Verrückte in mir grüßt das Verrückte in dir!

Es hat mir riesigen Spaß mit euch gemacht! Dieser Monat stand ganz im Zeichen von Öle-Vorträgen und der Vorbereitungen für den Maturaball unserer Maxi. (Mini = die Kleine, Maxi = die Große).

dufte Runde – immer on tour

Im November haben Manuel (der Master-Personaltrainer im ONEBODY) und ich in einem Video die letzten Wochen Revue passieren lassen. Alle die mich kennen wissen, dass ich mich nicht „kurz fassen“ kann… und das hat er in dem Video richtig zu spüren bekommen 😉  – aber schau selbst:

Dieses Video ansehen auf YouTube.

Das Highlight im November war das Wochenende um den 24. November. Ein Feuerwerk an Emotionen. Am 24. fand nicht nur der 5. AromaDay statt, wo mich unsere 12-jährige Mini begleitete und als Überraschungsgast Tipps und Erfahrungen aus dem Schulalltag mit ätherischen Ölen vor ausverkauftem Saal (200 Gäste) zum Besten gab, sondern auch der Maturaball unserer Großen – mit einer Supershow die ihresgleichen sucht. Stress pur. Adrenalinkicks im Stundentakt.

5. AromaDay mit Special Guest Mini

toughe Mini beim Vortrag
AromaDay DREAMTEAM
– die SiSis Elisabeth, Claudia, Anissa & Beate mit der Obermami Gabriela –

Maturaball Helen

Meine ganz verrückte Familie 😉
Ganz die Mama “let me entertain you” 😉 Foto: M3Studios

Wochen der Anspannung waren vorbei. Ich habe mich oft gewundert, dass ich nicht krank geworden bin. Keinen Infekt aufgeschnappt habe… aber offensichtlich hat sich die Kombination aus Gedankenhygiene, körperlichem Training und der gezielte Einsatz meiner Öle bezahlt gemacht.

Meine große Liebe – Zweisamkeit

Und so haben mein wunderbarer Mann und ich den November zu zweit fernab von beginnenden Weihnachtstrubel im Hotel Sonnreich ausklingen lassen. Warum genau dort? Wenn du schon länger meinen Blog verfolgst, dann kannst du dich an den Fotowettbewerb erinnern, den ich gewonnen habe?! Der Hauptpreis war ein Wellness-Wochenende und das haben wir richtig genossen!

Der Dezember endet nun so ruhig, wie er begonnen hatte. Wie schon in den letzten Jahren ziehe ich mich in diesem Monat sehr zurück. Die Yoga-Kurse sind alle abgeschlossen, Öle-Meetings gibt es nur mehr vereinzelt, dem Adventstrubel weiche ich gekonnt aus. Ich lasse den Stress, den sich andere antun nicht mehr an mich ran. Dezember ist der Monat des Rückzugs und der Innenschau. Der Monat des Kraft tankens – welches sich bis Ende Jänner seit Jahren bewährt hat.

Ich habe sicher nicht alles Erlebte und nicht alle genialen, schönen Momente des Jahres 2018 aufgezählt. Das braucht‘s auch nicht. Es ist alles in meinem Herzen und in meinen Erinnerungen. Da ist es wichtig, dass es Platz hat.

All die Menschen, die 2018 neu in mein Leben gekommen sind und mich auf meinem Weg begleiten. All die Erfahrungen, die mich anfangs mutlos und dann doch stärker gemacht haben. Momente, die mir in Gedanken daran ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Es gibt so vieles, was ich noch erzählen könnte… aber jetzt ist Schluss. 2018 ist in wenigen Momenten Geschichte. Meine Geschichte…

und die ist noch lange nicht vorbei!

Wir lesen uns, wenn du es so möchtest 😉

Sei herzlich gegrüßt und komm gut ins 2019!

Claudia Trummer & Familie